Klinik für diagnostische und interventionelle
Radiologie und Nuklearmedizin

Chefarzt Prof. Dr. Matthias Bollow
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
Tel.: 0234 / 517-2753


V - Medizinisches Wörterbuch - Patienteninfo

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VarikoseKrankhafter Zustand der Venen (Veneninsuffizienz) hervorgerufen durch erhebliche Varizenbildung (siehe Varizen). Die Entstehung der Varikose ist deutlich altersabhängig (bei 20-jährigen beträgt die Erkrankungshäufigkeit ca 20%; bei 60-jährigen ca 80%). Hauptverursacher der Varikose ist eine häufig altersbedingte zunehmende Schwäche bzw ein Abbau der Venenklappen, die einen Rückstrom des Blutes aufgrund der Schwerkraft verhindern. Risikofaktoren sind einerseits eine erbliche Vorbelastung, Übergewicht (besonders bei Frauen) und Gravität (Schwangerschaft), schon zwei Schwangerschaften führen zu einer Verdopplung des Varizenrisikos. Behandlungsmöglichkeiten sind einerseits eine Sklerosierung (Verödung) der Varizen durch eine gezielte Thrombusbildung im Bereich der betroffenen Venen, bzw das Varizenstripping, "Ziehen" der betroffenen Venen mit einem korkenzieherähnlichen chirurgischen Instrument in Teil- oder Vollanästhesie. VarizenKrankhaft erweiterte, oft oberflächlich gelegene, Venen. Die Dilatation (Erweiterung) der Venen kann umschrieben oder streckenförmig sein, häufig mit Schlängelungen oder Knäuelbildung verbunden (Krampfadern, Besenreiser, etc).
VarizenKrankhaft erweiterte, oft oberflächlich gelegene, Venen. Die Dilatation (Erweiterung) der Venen kann umschrieben oder streckenförmig sein, häufig mit Schlängelungen oder Knäuelbildung verbunden (Krampfadern, Besenreiser, etc).
VasographieKontrastmitteldarstellung der Gefässe. Direkte Vasographie durch Injektion des Kontrastmittels in das Gefäß selbst. Indirekte Vasographie durch Kontrastmittel-Injektion durch einen ortho- oder retrograd eingeführten Angiographiekatheter.
VasospasmusGefässstenose ohne pathologisch-anatomische Ursache bzw. Reduktion des Gefässquerschnittes allein durch Kontraktion der Gefässmuskulatur (funktioneller Vasospasmus). VenenBlutgefässe in denen der Rückstrom des durch die Arterien in den Körper gepressten Blutes zum Herzen zurück erfolgt.
VenenBlutgefässe in denen der Rückstrom des durch die Arterien in den Körper gepressten Blutes zum Herzen zurück erfolgt.
VenenklappenBereits im 16. Jahrhundert anatomisch entdeckte Taschenklappen die ähnlich den Sieltoren an der Küste den Rückstrom des Blutes zum Herzen dadurch unterstützen, daß sie eine Blutströmung in die falsche, entgegengesetzte Richtung verhindern. Die Anzahl der Venenklappen in den großen Körpervenen ist sehr unterschiedlich, die größte Zahl wird in den Beinvenen des Unter- und Oberschenkels vorgefunden. Venenklappen können sich nicht aktiv bewegen, sondern sind durch die Blutströmung passiv gesteuert, unterstützend kommt die Pumpwirkung der Skelettmuskulatur hinzu (dies begründet zum Teil die Entstehung von Venenerkrankungen durch einseitige körperliche Tätigkeiten, langes Stehen oder Sitzen, etc). Altersbedingt erfolgt ein Abbau der Venenklappen und dadurch eine Reduzierung (auf bis zu ein Fünftel).
Venenverschluß-PlethysmographieVerfahren zur Messung der Durchblutung in einzelnen Extremitäten bzw deren Abschnitten. Das Prinzip besteht in einer kurzfristigen Unterbindung des venösen Rückflusses während gleichzeitig der arterielle Zufluss ungehindert bleibt. Dadurch entsteht eine Volumenszunahme in der Extremität, die mit einem Plethysmographen, ein Gerät zur Messung der Volumensänderung, registriert und ausgewertet wird.

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